Die Innovationsfähigkeit der Radsportindustrie ist beeindruckend. Nur ganz wenige Sportartikel haben in den letzen Jahren eine derart rasante Entwicklung erlebt, wie das Fahrrad. Egal ob Schaltung, Federung oder Rahmenmaterial, die meisten technischen Herausforderungen am Rad sind gelöst. Viele, aber leider nicht die entscheidenden. Denn serienmäßig montierte Sättel, der wichtigsten Schnittstelle zwischen Mensch und Rad, sind ungefähr auf dem Entwicklungs- stand der 70er Jahre. Das ist bitter, denn die meisten dieser Sättel sorgen für ein bedenkliches Image des Radsports. Die Berichte über die Gefahren, speziell für Männer, durch die Belastungen im Dammbereich entwerten den doch eigentlich so gesunden Zweiradsport. Image hin oder her, die Probleme sind real und jeder kennt sie. Nach einer gewissen Zeit im Sattel drückt es im Dammbereich und es stellen sich Taubheitsgefühle ein. Alarmzeichen, die jeder ernst nehmen muss, denn die dort belasteten Nerven sind direkt für die Erektionsfähigkeit beim Mann verantwortlich. Es ist also ein medizinisches Problem und dem kann man sich nur unter einem orthopädischen Aspekt nähern. Genau das macht die Münchner Firma SQlab seit nunmehr fünf Jahren. In aufwendigen Studien unter der Leitung des Urologen und Extrembikers Dr. Stefan Staudte wurden die Ursachen der Probleme exakt erforscht und neue Lösungswege gefunden. Der Dammbereich ist mit seiner Konzentration an Nervenbahnen und Blutgefäßen vollkommen ungeeignet um das Körpergewicht aufzunehmen. Genau das ist aber bei fast allen auf dem Markt erhältlichen Modellen der Fall. SQlab
verlagert das Gewicht des Fahrers oder der Fahrerin auf die dafür vom Körper vorgesehenen Sitzknochen. Doch nicht jeder Körper ist gleich. Nur wer den genauen Abstand seiner Sitzknochen kennt, findet in der umfangreichen SQlab Modellpalette den Sattel mit der richtigen Breite. Daher wird bei jedem SQlab Kunden über eine simple Methode, durch den Abdruck der Sitzknochen auf einer Wellpappe, der individuelle Knochenabstand ermittelt. Je nach Einsatzbereich kann nun das ideale Sattelmodell gefunden werden. Um auch wirklich das Körpergewicht möglichst effektiv auf die Sitzknochen und die dafür vorgesehenen Sattelauflagen zu verlagern, liegt im Mittelteil der SQlab-Sättel, die markante Stufe, mit einem deutlich niedrigeren Niveau der Sattelnase. Unterstützt durch eine möglichst große Fläche, wird so der Druck auf den Dammbereich minimiert und die Beschwerden sollten der Vergangenheit angehören. Unzählige zufriedene SQlab- Nutzer können das bezeugen, aber trotzdem arbeitet SQlab an einer weiteren Verbesserung dieses einzigartigen Sattelkonzepts. Denn auch wenn die Sitzknochen für diese Belastung geschaffen sind, reagieren sie nach den ersten Metern im Sattel gereizt und sorgen für leichte Schmerzen. Zwar sind sie in der Lage schnell auf diese Belastungssituation zu reagieren und der Schmerz verschwindet, aber ein unguter Eindruck bleibt. Auch hier zeigt erst eine grundlegende medizinische Betrachtung worin das Problem liegt. Bei jeder Pedalumdrehung wandern die Belastungsdruckspitzen, je nach Hüftstellung, auf den Kontaktstellen von Sitzknochen und Sattel von links nach rechts, hin und her. Ein starr befestigter Sattel kann dieser Bewegung nicht folgen und belastet so die Sitzknochen mal stärker, mal weniger stark, zumindest am Beginn einer Tour, mit leichten Schmerzen.
Die Lösung ist radikal wie genial. Ein sich bewegender, dem Rhythmus des Beckens folgender Kontakt zwischen Mensch und Rad, würde diese Belastung minimieren. Die seitliche Bewegungsfreiheit des SQlab 611 Active entspricht exakt der Amplitude des Beckens. Die hohen Belastungsspitzen auf die Sitzknochen, durch eine veränderte Hüftstellung, sind damit ausgeschlossen. Doch sie fragen sich zurecht, kann man mit so einem wackeligen Sattel überhaupt Rad fahren? Kontrolle und ein präzises Lenkverhalten liegen vor allem in einem möglichst steifen Verbund aller Komponenten begründet, doch erstaunlicherweise nimmt der Körper diese Bewegung überhaupt nicht wahr und gleicht dies intuitiv aus. Der SQlab Active Sattel beeinträchtigt in keiner Weise das Handling und das Lenkverhalten, auch bei einer sportlichen Fahrweise. Die Technik der SQlab Active Sattelaufhängung ist ebenso simpel wie genial. Auf einem mandelförmigen Karbon- oder Magnesiumelement kann die, durch Elastomerelemente gegen Vibrationen gedämpfte, Sattelschale annähernd reibungsfrei hin und her gleiten. Das Active-Konzept wird übrigens in vielen Bereichen verfolgt. Denn diese Bewegung, egal ob im Auto, auf dem Bürostuhl oder dem Fahrrad, ist die beste Medizin für geplagte Wirbelsäulen. Bei den Testfahrten mit dem SQlab-Active–Sattel zeigte sich bei vielen Aktiven eine deutliche Verminderung bestehender Rücken- schmerzen. Durch die harmonische Bewegung des Beckens werden vor allem die Bandscheiben entlastet und stimuliert und können sich so wohltuend regenerieren. Das SQlab Active-Sattelkonzept ist die perfekte Lösung für alle, die sich bisher in einem Fahrradsattel nicht wohlgefühlt haben. Anfang September 2008 auf der Eurobike in Friedrichshafen, der Leitmesse für Innovationen rund ums Rad wurde diese Weltneuheit erstmalig dem Fachpublikum präsentiert - heute kann man diesen Sattel bei Best Bike Company bestellen. |
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